Utl.: Wie alle Jahre wieder wird der Zustand unseres Bundesheeres wird vor dem Nationalfeiertag „schöngeredet“. =

Wien (OTS) – Die GÖD-Bundesheergewerkschaft unter ihrem Vorsitzenden Wilhelm Waldner nimmt vor dem heurigen Nationalfeiertag grundsätzlich zum Zustand des Österreichischen Bundesheeres Stellung: „In vielen Reden wird ja in den nächsten Tagen die Bedeutung des Österreichischen Bundesheeres schöngeredet werden. Dabei müssen jedoch vor allem Lippenbekenntnisse vieler Politiker zurückgewiesen werden. Die Stimmung der Truppe ist nämlich am historischen Tiefstpunkt. Das ist die eigentliche und traurige Bilanz vor dem Nationalfeiertag, die Verteidigungsminister Norbert Darabos in Wahrheit zu verantworten hat und die es aus unserer Sicht zu diskutieren gilt“, erklärte heute der Vorsitzende der GÖD-Bundesheergewerkschaft, Wilhelm Waldner.

„Schöne Festtagsreden können über die Realität nicht mehr hinwegtäuschen: Das Bild reicht von anhaltenden Schließungsplänen von Kasernenstandorten, Verkauf von militärischen Liegenschaften und Ausgliederung von hochprofitablen Betrieben, wie etwa am Truppenübungsplatz Allentsteig, der von einem österreichischen Gericht bereits rechtskräftig festgestellten parteipolitischen Postenbesetzung durch den Bundesminister bis hin zu der nunmehr als rechtswidrig erkannten Abberufung des Generalstabschefs Mag. Edmund Entacher.

„Uns geht es dabei primär um jene Menschen, die seit Jahren ihren Dienst im Österreichischen Bundesheer versehen. Schließungs- und Ausverkaufspläne verunsichern unsere Bediensteten, anstatt ihnen echte Zukunftsperspektiven zu geben“, so Waldner.

Schnäppchenjagd“ am Truppenübungsplatz Allentsteig:

Minister arbeitet gegen Interessen der Landesverteidigung. „Ein herauszuhebendes Beispiel ist etwa der Truppenübungsplatz Allentsteig, der für das ÖBH jegliche Ausbildungs- und Übungsvorhaben ermöglicht. Hier agiert der Verteidigungsminister sogar gegen aufrechte Beschlüsse des Parlamentes im Zusammenhang mit den im Dezember 2010 beschlossenen Budgetbegleitgesetzen und verfolgt weiter den defacto „Ausverkauf des TÜPl’s an die Österreichischen Bundesforste“. Trotz gegenteiligen Parlamentsbeschlusses hat Minister Darabos erst kürzlich eine Ministerweisung zur weiteren Bearbeitung dieser Variante an die Personalsektion des Ministeriums erteilt. Hier werden neuerlich Interessen zur Sicherheit Österreichs der politischen Willkür durch Bundesminister Darabos geopfert“, stellt der stellvertretende Vorsitzende der Bundesheergewerkschaft und Vorsitzender des Zentralausschusses beim BMLVS, Obstlt Peter Schrottwieser fest. „Mit einer Ausgliederung verliert das Bundesheer am Truppenübungsplatz die bestehenden Übungsmöglichkeiten, es würde dadurch zwangsläufig zu einer Einschränkung der militärischen Nutzbarkeit kommen. Aber was viel schwerwiegender ist: Wir als Bundesheergewerkschaft im Einklang mit der Gewerkschaft der Angestellten und Arbeiter können diesen Plänen auch deshalb nichts abgewinnen, weil dadurch in einer ohnehin strukturschwachen Gegend Arbeitsplätze vernichtet werden würden“, so Obstlt Schrottwieser abschließend.

Rückfragehinweis:

~ Wilhelm Waldner,

Vorsitzender GÖD / Bundesheergewerkschaft
Peter Schrottwieser, stvVorsitzender GÖD/Bundesheergewerkschaft
Tel.: +43 (1) 310 02 23
Waldner Mobil: +43 (0) 664 622 1262

Schrottwieser Mobil: +43 (0) 664 622 1260 ~

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