Utl.: Nur soziale Gerechtigkeit und eine faire Wohlstandsverteilung sind Garant für Frieden =

Wien (OTS/ÖGB) – „Leider leben wir 66 Jahre nach dem Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki immer noch in einer Welt, in der die Drohung mit Krieg und Atomwaffen als Mittel der Politik angesehen wird. Und dass, obwohl wir längst eine Vorstellung davon haben, welche Vernichtungskraft atomare Einsätze haben“, sagt ÖGB-Vizepräsidentin Sabine Oberhauser anlässlich des jährlichen Gedenktages.++++

Der Abwurf der Atombomben habe sich in das kollektive Gedächtnis der Menschheit eingebrannt und vielen unschuldigen Menschen das Leben gekostet. Bis heute leiden Menschen an den Spätfolgen und bis heute ist die nukleare Gefahr noch immer nicht gebannt. Denn trotz der Bekenntnisse einiger Großmächte zur Abrüstung stellt das Stockholmer Friedensinstitut auch heuer wieder fest, dass die Rüstungsausgaben weltweit beunruhigend ansteigen. Noch mehr Grund zur Sorge bereiteten die Tatsachen, dass neue atomare Waffensysteme entwickelt und Trägersysteme modernisiert werden.

„Von atomarer Abrüstung und dem Ausstieg aus einer Technologie mit in keinster Weise akzeptablen Risiken kann daher keine Rede sein“, sagt Oberhauser: „Bis heute fließen bedenklich hohe Summen in die Aufrüstung und den Waffenhandel. Nur ein kleiner Teil der Ausgaben davon würde reichen, um Hunger und Armut in den ärmsten Ländern der Welt wirksam zu bekämpfen.“

Der ÖGB bekennt sich seit seiner Gründung zur Sicherung des Weltfriedens. Der Nährboden für soziale Spannungen und Krieg sind heute zunehmend wachsende Ungleichgewichte, die Schieflage in der Verteilung und die daraus resultierende Verarmung von immer größer werdenden Teilen der Bevölkerung. „Nur soziale Gerechtigkeit und eine faire Wohlstandsverteilung sowie die Solidarität der Menschen sind daher ein Garant für sozialen Frieden, den es zu bewahren gilt“, fordert Oberhauser.

Auch die jüngsten Ereignisse in Fukushima hätten einmal mehr vor Augen geführt, dass selbst die sogenannte friedliche Nutzung von Atomenergie ein enormes und nicht beherrschbares Risiko in sich birgt. „Wir müssen daher in Zukunft gemeinsam für eine weltweite Ächtung atomarer Waffen und für den Ausbau von erneuerbaren Energiequellen eintreten“, fordert Oberhauser und spricht gleichzeitig den besonderen Dank an die Wiener Friedensbewegung gemeinsam mit der Hiroshima Gruppe Wien für deren unermüdliches Engagement aus.

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ÖGB-Presse

Tel.: (01) 534 44/39266

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