Utl.: Je höher die Bildung, desto höher das Einkommen, desto niedriger die Schulden
Wien (OTS/ÖGB) – „Die Ergebnisse des Schuldenreports sind leider alles andere als überraschend: Wenig Bildung bedeutet wenig Einkommen bedeutet hohe Schulden“, sagt ÖGB-Vizepräsidentin Sabine Oberhauser anlässlich der heute bekannt gewordenen Schuldenberatungs-Statistik. Demnach haben 35,5 Prozent der SchuldenberatungsklientInnen maximal einen Pflichtschulabschluss, fast die Hälfte kann nur über ein monatliches Einkommen von weiniger als 1.000 Euro verfügen. „Armut vermeiden, Bildungslücken schließen, muss daher die Devise lauten„, so Oberhauser, „Österreich muss alles menschenmögliche tun, damit mehr Menschen höhere Bildungsabschlüsse erreichen.“ Die Anstrengungen dafür müssen schon in der vorschulischen Erziehung beginnen, und im Schulsystem muss der Schwerpunkt verlagert werden: „Weg vom Fehler bestrafen, hin zum fördern und zum Ausgleichen von Defiziten“, fordert Oberhauser: „Derzeit hängt der Schulerfolg leider viel zu sehr davon ab, ob sich die Eltern teure Nachhilfe leisten können. Eine Lösung dafür sind Ganztagsschulen, denn dort sind die SchülerInnen nicht auf Eltern oder privat bezahlte LehrerInnen angewiesen, die ihnen am Nachmittag die Hausübung erklären können. Eine Woche bezahlter Bildungsurlaub pro Jahr und ArbeitnehmerIn Ab der 6. Schulstufe müsse es für die Kinder ausführliche Berufs- und Bildungswegberatung geben, um die Drop-Out-Rate zu senken. Aber auch nach der Schulzeit dürfe Bildung nicht aufhören: „Die Ausbildungsgarantie muss auch für Erwachsene gelten, die einen Bildungsabschluss nachholen wollen – und zwar kostenfrei, fordert Oberhauser. Damit ArbeitnehmerInnen auch ausreichend Zeit für die Weiterbildung zur Verfügung steht, verlangt die ÖGB-Vizepräsidentin das Recht auf bezahlte Bildungsfreistellung, und zwar für alle ArbeitnehmerInnen und im Ausmaß von einer Woche pro Jahr.
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