Utl.: Diskussion um bildungspolitische und integrationspolitische Verantwortung wird völlig außer Acht gelassen

Wien (OTS) – Thema der Frühjahrstagung der Bundesleitung der GÖD-Pensionisten in Wien war auch die politische Debatte zur Abschaffung der Wehrpflicht in Österreich. Volle Unterstützung gab es für die Resolution der GÖD-Bundesheergewerkschaft, in der sich diese zur Beibehaltung des Wehrsystems der allgemeinen Wehrpflicht bekennt und dies besonders mit den verfassungsmäßigen Aufgaben des Bundesheeres begründet. Die Bundesleitung der GÖD-Pensionisten möchte ergänzend dazu auch die bildungspolitische und integrationspolitische Verantwortung zur Diskussion stellen.

Die gegenwärtigen Katastrophen in Japan und die Sicherheitslage in den arabischen Ländern zeigen, dass eine Wehrpflicht auch für die Zukunft Österreichs unentbehrlich ist, wobei an der Verhältnismäßigkeit Wehrdienst und Sozialdienst nicht gerüttelt werden soll.

Unbeschadet der in der Verfassung festgeschriebenen Aufgaben gehören diese in ein neues modernes Kleid gebettet. Für die jungen Menschen (Männer und Frauen) muss in ihrer Aufgabe der Sinn erkennbar sein. Daher fordern die Pensionisten eine bessere Qualität der Ausbildner, eine bessere Nutzung der Ausbildungszeit und eine bessere Schulung in Bezug auf die staatsbürgerlichen Pflichten. Dazu bedarf es vermehrt pädagogisch und psychologisch ausgebildetes Führungspersonal.

Die Bundesvertretung der GÖD-Pensionisten sieht aber insbesondere eine bildungspolitische und integrationspolitische Verantwortung im Österreichischen Bundesheer. Junge Menschen durchmachen oft verschiedene Entwicklungsstufen und gerade die Bundesheerzeit ist für die persönliche Entwicklung besonders wichtig. Im bildungspolitischen Bereich finden Schulabbrecher wieder zu ihren Berufszielen zurück. Für viele zeigen sich auch erstmals in ihrem Leben die verschiedenen bzw. unterschiedlichen Berufsmöglichkeiten. Insbesondere aber sollten junge Menschen, die einen verlängerten Wehrdienst absolvieren, für eine Aufnahme in den Bundesdienst außerhalb des Bundesheeres bessere Chancen erhalten.

Völlig außer Acht gelassen wird in der Diskussion die integrationspolitische Verantwortung. Junge Menschen mit Migrationshintergrund lernen vermehrt wichtige Standards unserer Kultur kennen und sind in diesem Umfeld auch offener, diese anzunehmen. Dies sollte aber auch auf Gegenseitigkeit beruhen und für alle Bundesheerangehörigen einschließlich des Kaderpersonals gelten.

Rückfragehinweis:
Dr. Otto Benesch,
Vorsitzender der GÖD-Pensionisten
Kurt Kumhofer,
Vorsitzender-Stv. der GÖD-Pensionisten
Tel.01/534 54-311

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OTS0156 2011-03-28/12:52

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