GÖD-Bundesheergewerkschaft ruft Verteidigungsminister Norbert Darabos zur „Abrüstung bei seiner Wortwahl“ auf

Utl.: Waldner: „Alle Fakten müssen auf den Tisch! =

Wien (OTS) – Die GÖDBundesheergewerkschaft unter ihrem Vorsitzenden Wilhelm Waldner ist über die derzeitige Entwicklung rund um die Wehrpflichtdebatte entsetzt und ruft Verteidigungsminister Norbert Darabos dringend zur Besonnenheit auf. „Verteidigungsminister Norbert Darabos ist dringend aufgerufen, endlich wieder zu seriöser Sacharbeit zurückzukehren. Jedenfalls ist die offene Drohung der Absetzung von Generalstabschef Mag. Edmund Entacher nicht kommentarlos hinzunehmen!

Diese Art der effekthaschenden Politik trägt nur zur weiteren Verunsicherung der Bediensteten des Bundesheeres und der Truppe bei: General Entacher ist einer der versiertesten und auch ein in der Truppe uneingeschränkt akzeptierter Offizier, so geht man jedenfalls nicht mit Menschen um. Ich fordere den Verteidigungsminister Norbert Darabos dringend zur Abrüstung seiner Worte auf“, erklärte heute der Vorsitzende der GÖD-Bundesheergewerkschaft Wilhelm Waldner.

Die GÖD-Bundesheergewerkschaft werde nun auch das Gespräch mit Generalstabschef Edmund Entacher suchen. „Es ist natürlich sehr überraschend, dass sich nun herausstellt, dass das von Bundesminister Darabos vorgestellte Berufsheermodell offensichtlich auf unkorrekten Berechnungen einiger weniger Offiziere im Generalstab beruht.
Dieses Modell ist offensichtlich nicht mit dem Chef des Generalstabes abgestimmt bzw. von diesem freigegeben. Es kann nicht angehen, dass einige wenige Generalstabsoffiziere der zweiten Reihe dem Verteidigungsminister mit offensichtlich nicht belegbaren Modellen die Mauer machen und dabei auf das Gros der Bundesheerangehörigen und der Bediensteten der Heeresverwaltung pfeifen. Jetzt müssen zunächst die wahren Fakten auf den Tisch“, so Waldner weiter.

General Mag. Edmund Entacher ist jedenfalls ein Soldat, der auch in schwierigen Zeiten großen Mut beweist und verdient unsere Hochachtung für diese klaren Worte. „Anstatt diese ehrliche Diskussion jedoch zuzulassen und die Meinung des höchsten Soldaten der Republik ernst zu nehmen, droht Verteidigungsminister Darabos diesem nun offen mit seiner Ablöse – gerade jenem General, den er selbst in dieser höchsten Funktion des Bundesheeres eingesetzt hat und der ihm immer treu gedient hat. So geht man mit verdienten Offizieren nicht um“, so Waldner.

Die GÖD-Bundesheergewerkschaft ruft daher alle Beteiligten, allen voran Verteidigungsminister Norbert Darabos, ausdrücklich dazu auf, sich ihrer hohen Verantwortung gegenüber diesem Staat und seiner Bevölkerung und natürlich auch gegenüber den Soldatinnen und Soldaten des Österreichischen Bundesheeres bewusst zu sein und auch eine sachliche Diskussion über dieses Thema zuzulassen. „Denn einen Volksentscheid zu fordern, der Bevölkerung jedoch nur unvollständige oder vielleicht sogar bewusst unrichtige Informationen geben zu wollen, entspricht nicht dem allgemeinen Demokratieverständnis der Österreicherinnen und Österreicher – schon gar nicht, die Meinungen anderer nicht zuzulassen!“, so Waldner abschließend.

Rückfragehinweis:

Wilhelm Waldner,

Vorsitzender GÖD / Bundesheergewerkschaft
Tel.: +43 (1) 310 02 23
Mobil: + 43 (0) 664 622 1262

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