GÖD-Bundesheergewerkschaft: „Der Faschingsbeginn ist vorbei!“ –

Waldner fordert seriöse Personaldiskussion durch Bundesminister Darabos.

Wien (26. November 2010) – „Der Faschingsbeginn war bereits am 11. November – es ist Zeit, dass Bundesminister Darabos nun wieder zu seriöser Sacharbeit zurückkehrt. Jedenfalls sind die völlig unausgegorenen und falschen Einsparungsvorschläge am Rücken der Bediensteten nicht länger hinnehmbar! Nahezu täglich werden von Bundesminister Darabos bzw. seiner Umgebung neue Sparvorschläge präsentiert, die allesamt unausgegoren sind, auch nicht mit den Betroffenen bzw. der Personalvertretung abgestimmt wurden und leider auch auf falschen Fakten beruhen. Diese Art der effekthaschenden Ankündigungspolitik trägt nur zur zunehmenden Verunsicherung der Bediensteten des Bundesheeres und der Truppe bei“, erklärte heute der Vorsitzende der Bundesheergewerkschaft, Willi Waldner.

Nur ein Beispiel: Laut der heutigen Ausgabe der Tageszeitung „Heute“ will Bundesminister Darabos bis 2014 „1.000 Schreibtisch-Jobs im Ministerium wegkürzen“. „Dabei gibt es derzeit nur 965 Arbeitsplätze in der Zentralstelle des BMLVS, das Kabinett und die Sportsektion sind dabei mit eingerechnet. Wenn nun Minister Darabos 1.000 Schreibtisch-Jobs wegkürzen möchte, wird er bald alleine da sitzen. Dies ist nur ein Beispiel für zahllose falsche und unbedacht geäußerte Einsparungsvorschläge, die allesamt nur Verunsicherung und Frust unter den Bediensteten des Österreichischen Bundesheeres bringen. Diese permanente Frustration der Bediensteten durch Bundesminister Darabos muss schleunigst eine Ende finden!“, so Waldner.

Ein weiteres Beispiel ist die Ankündigung von Bundesminister Darabos, in den Militärkommanden den Personalstand von 5.400 auf 4.000 zu reduzieren. „Mit den bereits umgesetzten Einsparungsplänen wird der Personalstand mit 01. Dezember 2010 in allen Militärkommanden 4.028 Bedienstete betragen, dabei sind sogar alle Truppenübungsplätze mit eingerechnet! Die Zahlen sprechen für sich – es ist Zeit, dass wir wieder zu Fakten und seriöser Diskussion zurückkehren. Die politische Eigenprofilierung am Rücken unserer Bediensteten muss ein Ende haben!“, so Waldner weiter.

Ztl.: Darabos soll Sonderfinanzierung nicht nur ankündigen, sondern auch ausverhandeln!

In diesem Zusammenhang forderte der oberste Bundesheergewerkschafter Bundesminister Darabos auch auf, nicht nur permanent sein eigenes Ressort zu kritisieren bzw. herunterzumachen, sondern endlich für die österreichische Landesverteidigung einzustehen. Es reiche nämlich nicht, heute großspurig in der Tageszeitung „Heute“ zu postulieren, er will „das Heer fit für die Zukunft machen“. Dazu brauche es mehr als nur flotte Sprüche. So seien zum Beispiel auch seine Verhandlungen mit dem Finanzministerium hinsichtlich einer Sonderfinanzierung im Rahmen eines nächsten Konjunkturpaketes längst überfällig. Diese soll für notwendige Kasernenrenovierungen sowie weitere Investitionsmaßnahmen verwendet werden, erklärte Waldner. „Dies würde auch einen wichtigen Beitrag zur Konjunkturbelebung darstellen und gleichzeitig zur Einsatzfähigkeit des Bundesheeres beitragen. Ich fordere Bundesminister Darabos auf, diese Sonderfinanzierung nicht nur anzukündigen, sondern in Gesprächen mit Finanzminister Josef Pröll auch tatsächlich einzufordern bzw. durchzusetzen. Unsere Unterstützung dazu hat er jedenfalls!“, sagte Waldner abschließend.

Rückfragehinweis:

Wilhelm Waldner, Vorsitzender

GÖD / Bundesheergewerkschaft

Tel.: +43 664 622 1262

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