Bundesheergewerkschaftschef Waldner:

Faschingsscherz Faymanns kommt zu spät – Mittel aus Konjunkturpaket sollen Wirtschaft ankurbeln = Wien (OTS) –

„Die heutigen Äußerungen von Bundeskanzler Werner Faymann zu realen Budgetkürzungen für das Österreichische Bundesheer sind aus Sicht der Bundesheergewerkschaft reine Polemik und vollinhaltlich zurückzuweisen. Dieser billige Reflex, auf Kosten des Bundesheeres und am Rücken der vielen Bediensteten eigene Profilierung zu suchen, ist maximal einer Faschingssitzung würdig und kommt daher in der nun bereits laufenden Fastenzeit um einiges zu spät“, erklärte heute Willi Waldner, Vorsitzender der Bundesheergewerkschaft, zu einem Interview von Werner Faymann in der „Presse am Sonntag“. Die Budgetverhandlungen zwischen den Ministern Pröll und Darabos brachten, so Waldner, aus Sicht der Bundesheergewerkschaft „ein Ergebnis hart an der Akzeptanzgrenze“. Dieses Ergebnis wird für die nächsten Jahre alleine ohnehin nicht ausreichen, weitere Kürzungen seien daher nicht hinzunehmen. Außerhalb der Budgeteinigung fordert die Bundesheergewerkschaft daher für heuer noch eine zusätzliche Sonderfinanzierung zum vorgelegten Budget. Diese Sonderfinanzierung soll im Zuge eines nächsten Konjunkturbelebungspaketes zur Verfügung gestellt werden und unmittelbar für notwendige Kasernenrenovierungen sowie weitere Investitionsmaßnahmen verwendet werden, erklärte Waldner weiter. Nur durch eine Sonderfinanzierung könne die Bundesheerreform erfolgreich fortgesetzt und die Einsatzbereitschaft des Bundesheeres im In- und Ausland sichergestellt werden. „Dies würde auch einen wichtigen Beitrag zur Konjunkturbelebung darstellen und gleichzeitig zur Einsatzfähigkeit des Bundesheeres beitragen. Und gerade die aktuelle Wettersituation in den Nordalpen, drohende Hochwässer im Frühjahr, aber auch unzählige Beispiele aus der Vergangenheit, wie etwa Hochwasser- oder Lawinenkatastrophen, zeigen, wie wichtig ein einsatzfähiges Bundesheer für unsere Bevölkerung ist. Jede Kürzung würde unmittelbar eine Beeinträchtigung der Sicherheit unserer Bevölkerung bedeuten – diese Verantwortung trägt dann Bundeskanzler Werner Faymann persönlich!“, erklärte Waldner abschließend. Rückfragehinweis:

Wilhelm Waldner,
Vorsitzender GÖD / Bundesheergewerkschaft
Tel.: +43 664 622 1262

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS – WWW.OTS.AT *** OTS0015 2009-03-15/11:09 151109 Mär 09 ­­
email: wilhelm.waldner@bmlv.gv.at

Advertisements